Farbmessung am Kunststoffgranulat

Kunststoffgranulate müssen bezüglich ihrer Farbe innerhalb enger Toleranzen mit der Vorlage übereinstimmen. Weiterhin können während der Produktion auftretenden Farbschwankungen durch Änderung von Prozessparametern korrigiert oder durch späteres Mischen der Chargen kompensiert werden. In allen Fällen müssen auftretende Farbabweichungen frühzeitig erkannt werden, um eine Produktion von Ausschuss zu vermeiden. Da die Farbabweichungen des Granulates mit denen der extrudierten Platte meist korrelieren, kann das Granulat direkt gemessen und die zeitaufwändige Produktion von extrudierten Mustern reduziert werden.

Arbeitsweise

Zumeist werden die Systeme hinter dem Extruder am Rüttelsieb eingesetzt. Das System misst die Farbe kontinuierlich und meldet auftretende Toleranzüberschreitungen sofort dem Anlagenführer. Das Betriebspersonal kann daraufhin die Prozessparameter variieren, um die Farbe wieder den Sollwerten anzunähern. Umgekehrt können Farbänderungen frühzeitig auf Prozessschwankungen hinweisen und deren Korrektur ermöglichen. Beim Farbwechsel oder Start der Produktion kann das System zur Verkürzung der Nachlauf- und Vorlaufzeiten eingesetzt werden.

Das System meldet exakt, wann die Farbe einer auslaufenden Partie aus der Toleranz heraus läuft und die Produktion von Ausschuss beginnt. Beim Systemstart hingegen kann eindeutig erkannt werden, ab wann die Farbe des Produktes sich in der Toleranz befindet und der Vorlauf beendet ist. In Verbindung mit einem übergeordneten Prozessleitrechner können die Ausführung von Messaufträgen und die Weiterleitung der Messergebnisse vollautomatisch erfolgen.

Häufig werden Prüfprotokolle benötigt, um die Qualität einer Partie zu belegen. Die Prüfprotokolle zeigen Diagramme, welche die Abweichungen der Farbe zur Vorlage und die Gleichmäßigkeit der Farbe über den Produktionsverlauf darstellen. Weiterhin können die Auswertungen Hinweise enthalten, ob Chargen miteinander verarbeitet werden können oder wie sie zu mischen sind.